Wer sich von den alltäglichen Dingen löst, sich mit offenen Augen hinaus in die Natur begibt, wird ihnen begegnen – den Kulturlandschaften unserer Zeit.

 

Unkultivierte Landschaften gibt es in Deutschland schon lange nicht mehr – auch wenn manche Wälder noch so dicht und wild, die Bäche und deren Ufer noch so urig erscheinen. Überall hat der Mensch seine Prägung hinterlassen, meist ganz klassisch aus seinen Urbedürfnissen heraus, zu wohnen, sich zu ernähren und zu kleiden.


Nur wenige konnten es sich leisten, aus der ursprünglichen Landschaft ein Stück herauszulösen und zu einem schmückenden, statt nährenden Garten zu machen.
Waren es anfangs in der Epoche des Barocks noch Parks und Landschaftsgärten von strenger Regelmäßigkeit, Symmetrie und Farbenpracht, befreiten sich später im 19. Jahrhundert die Parkanlagen von den geometrischen Zwängen. Die Ursprünglichkeit der Natur, meist mit dem Spiel von Sichtachsen standen fortan im Vordergrund der Gestaltung.
   
Die bekanntesten Vertreter der Gartenkunst des deutschen Klassizismus sind zweifelsohne der preußische Landschaftsarchitekt Peter Joseph Lenné und dessen Schüler. Eine Vielzahl von Park- und Gartenanlagen der heutigen Pomeraniaregion, diesseits und jenseits der deutsch-polnischen Grenze, tragen deren Handschrift.
 
Viele der Parks und Gärten haben im Laufe der Zeit jedoch ihr ursprüngliches Gesicht verloren. Anderen regionalen Entwicklungsprojekten wurde der Vorrang gegeben und so holte sich die Natur das Land zurück – die Parks verwilderten, Teichanlagen verlandeten, Skulpturen verschwanden und die Wege überwucherten.

 

Dieses gemeinsame deutsch-polnische Projekt im Rahmen des INTERREG IV A - Programmes hat das Ziel, diese Probleme zu thematisieren.
In ersten Schritten soll die Situation in drei ausgewählten Parks verbessert und ein Netzwerk von Experten und Interessierten gebildet werden.

 

 

Beispiel barocker Gartenkunst

Beispiel barocker Gartenkunst

 

Neuzeitliche Parkanalge mit Sichtachse

Neuzeitliche Parkanlage mit Sichtachse